Gute Gestaltung entsteht selten durch Zufall. Sie entsteht dort, wo Ziele klar sind, Entscheidungen getroffen werden und alle Beteiligten wissen, worum es eigentlich geht. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich sehr unterschiedliche Ausgangslagen – von perfekt vorbereiteten Projekten bis hin zu vagen Ideen. Beides ist grundsätzlich in Ordnung. Entscheidend ist nicht der Startpunkt, sondern die gemeinsame Richtung.
Dieser Text soll keine Regeln aufstellen, sondern Orientierung geben. Für eine Zusammenarbeit, die effizient ist, fachlich überzeugt – und am Ende zu Ergebnissen führt, die tragen.
Was ich für eine gute Zusammenarbeit wirklich brauche
- Ein klares Ziel
Warum wird dieses Projekt gemacht? Was soll sich danach konkret verbessern? Ohne Ziel bleibt Gestaltung beliebig. Mit einem klaren Anlass kann sie führen und strukturieren. - Eine definierte Zielgruppe
Viele Projekte stocken, weil zwar gestaltet werden soll, aber nicht eindeutig feststeht, was eigentlich kommuniziert werden soll. Je klarer Sie selbst formulieren können, was Sie anbieten und welchen Nutzen das für Ihre Kunden hat, desto gezielter kann Gestaltung arbeiten. - Klarheit über das eigene Angebot
Was bieten Sie an – in einfachen Worten? Nicht in Marketingfloskeln, sondern so, dass Außenstehende es sofort begreifen. Das ist die Grundlage jeder guten Kommunikation. - Vorhandene Inhalte – oder zumindest Klarheit darüber
Texte, Fotos, Logos müssen nicht perfekt sein. Unfertig ist kein Problem. Unklarheit hingegen bremst. Zu wissen, was bereits existiert und was noch entsteht, hilft enorm. - Einen realistischen Zeitplan
Deadlines sind wichtig. Gleichzeitig muss nicht alles beim ersten Anlauf perfekt sein. Oft ist es sinnvoller, gut und klar online zu gehen – und anschließend gezielt zu verfeinern. - Zugänge zur Technik
Hosting, Domain, WordPress-Zugänge: keine Nebensache, sondern Teil der Basis. Je früher diese Punkte geklärt sind, desto reibungsloser läuft das Projekt. - Einen Budgetrahmen oder klare Prioritäten
Es geht nicht darum, Zahlen zu rechtfertigen. Aber darum zu wissen, was besonders wichtig ist – und was notfalls zurückstehen kann. - Beispiele und Referenzen
Was gefällt Ihnen? Was nicht? Nicht zum Kopieren, sondern zum Einordnen. Das spart Zeit und verhindert Missverständnisse. - Einen klaren Entscheider
Viele Projekte verlieren an Schärfe, weil zu viele Meinungen im Raum stehen. Eine klare Entscheidungsebene ist kein Machtinstrument, sondern ein Effizienzfaktor.

Was ich bewusst nicht brauche
Unklare Aussagen wie „Machen Sie mal was Schönes“ helfen niemandem. Ebenso wenig endlose Korrekturschleifen ohne Prioritäten, Gestaltungsentscheidungen nach Wettbewerbern oder Detaildiskussionen über einzelne Pixel, während das Gesamtbild aus dem Blick gerät.
Unterschiedliche Geschmäcker sind normal und legitim. Meine Aufgabe ist es jedoch, diese fachlich einzuordnen – und nicht, Gestaltung ausschließlich nach persönlichen Vorlieben auszurichten.
Wie ich arbeite
Meine Arbeitsweise ist bewusst strukturiert: Kennenlernen, Ziele klären, Entwurf, Feedback, Umsetzung, Livegang. Rückmeldungen werden gemeinsam besprochen, Empfehlungen fachlich begründet. Wo Meinungen auseinandergehen, helfen Beispiele aus der Praxis oft mehr als lange Diskussionen.
Und ja: Es kann vorkommen, dass Erwartungen so unterschiedlich sind, dass eine Zusammenarbeit nicht sinnvoll erscheint. Das ist kein Scheitern, sondern eine ehrliche Einschätzung – und für alle Beteiligten meist die bessere Lösung.
Zum Schluss
Gute Projekte entstehen dort, wo Vertrauen, Klarheit und Fachlichkeit zusammenkommen. Wenn Sie bereit sind, Ziele gemeinsam zu definieren und Entscheidungen bewusst zu treffen, freue ich mich auf den Austausch.